Das Angebot der Frysen

Manche wurden von der Nachricht über den Goldfund in den Chaos-Marken angezogen. Manche waren Freunde des Reiches, manche nicht.

Sitzungsraum des Cron Ma

Esrat Ko betrachtete die Nachricht. »Ich weiß nicht mehr was ich bei den Frysen mehr fürchten soll; ihre Kampfsegler oder ihre Rechtsgelehrten.« Der Procurator hatte vorsorglich einige Kopien des Schreibens anfertigen lassen und an die Anwesenden verteilt. »Sie bitten uns darum eine Gruppe ihrer Leute zu der Goldgräbersiedlung entsenden zu können, angeblich dürfe sich ja jeder um den Besitz der Stadt bewerben.«

»Korrigiere mich, ehrenwerter Procurator. Aber sind das die gleichen Frysen mit denen wir uns seit zwei Jahren im Krieg befinden?«

»Eben diese, Voina. Sie oder ihre gut bezahlten Rechtsgelehrten sind der Auffassung, dass die Stadt nicht mehr zum Reich gehört, sondern eine neutrale Zone wäre. Und das sie somit Zutritt bekommen dürften.«

»Und wie wirst du dich entscheiden?«

Man konnte den mächtigsten Mann des Reiches seufzen hören. »Ablehnen würde ich es nicht. Das soll nicht heißen, dass ich diesen Kerlen traue. Nein, aber allein die Tatsache, dass sie ein solches Angebot machen. Wollen sie Frieden oder einfach nur die Chance nutzen uns einen von ihren Stützpunkten im Hinterland von Huanaca zu setzen? Ich werde also diesen Sippen denn es ist ja nicht nur der Tweydh, der ein solches Schreiben schickt wissen lassen, dass sie vorerst willkommen sind.«

»Vorerst?«

»Es gilt das Gleiche wie bei diesen Wali, die nach Tarcy wollen. Wenn sie Krieg wollen, bekommen sie ihn. Wenn sie kleinen Ärger haben wollen haben wir immer noch Amris.«

Und das Oberhaupt der Exactori lächelte.

Das Angebot der Frysen

Jens Kosch + Uwe Gehrke, unter Verwendung verschiedener Enzy-Persönlichkeiten aus dem Reich des Feuers

Berlin-Hannover, Oktober 2014-